Behandlungsablauf

Unsere Behandlungsphasen

PHASE I, EINGANGSPHASE (2-4 WOCHEN):

STABILISIERUNG, INTEGRATION, KLÄRUNG

Stabilisierung

Integration in die Einrichtungsstrukturen

Klärung der sozialrechtlichen Situation

Diagnostik, Psychoedukation und Motivationsüberprüfung

Ermittlung des spezifischen Behandlungsbedarfs

EINGANGSPHASE:

Hier steht die Klärung, Integration und Stabilisierung im Fokus der Behandlung. Psychoedukative Aspekte der Abhängigkeitserkrankungen werden intensiv vermittelt, bei Bedarf können bestehende Entzugssymptome gelindert und wichtige Untersuchungen veranlasst werden.

Es erfolgen die Erstkontakte zwischen den Rehabilitanden und den einzelnen Rehabilitationsbereichen (Arzt, Pflege, Sozialarbeit, Bezugstherapie, Arbeitstherapie und Sport) und die therapeutische Diagnostik. Sie lernen schrittweise das Haus, das Team, die Gruppenarbeit und die Hausordnung kennen. Besuche sind am Wochenende sowie nach Rücksprache außerhalb des Tagesprogramms möglich. Ausgänge sind in Begleitung eines Mitrehabilitanden möglich. Einzelausgänge sind nur in Ausnahmefällen vorgesehen.

Die Rehabilitanden erarbeiten zusammen mit dem Bezugstherapeuten ihre erste Zielplanung.

HAUPTPHASE (16-18 WOCHEN):

BEHANDLUNG DER KERNPROBLEMATIK

Differenzierte Behandlungsplanung anhand der erarbeiteten Rehabilitationsziele

Zusätzliche bedarfsorientierte Teilnahme an den Indikativgruppen sowie Anpassung der arbeitsbezogenen Interventionen

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Rehabilitationsziele in den stattfindenden Zwischengesprächen

Hauptphase:

Nach der ersten interdisziplinären Fallbesprechung und bei ausreichender Motivation, diagnostischer Klarheit und nach erfolgter Integration in das Kliniksetting erfolgt die Versetzung in die Hauptphase der Behandlung. Schwerpunkte sind die psychotherapeutische Betreuung im Einzelgespräch und in der Kleingruppe sowie die Erarbeitung arbeitstherapeutischer Ziele. Hierbei wird die Selbstwahrnehmung von Gefühlen, das Lernen am Modell der Gruppe sowie der Therapeuten geschult, um konstruktiv mit den eigenen Emotionen umgehen zu können. Gleichzeitig laufen die sozialtherapeutischen Notfall-Hilfen (Wohnung, Schulden), begleitet von weiterer Psychoedukation. In der Arbeitstherapie können sich die Rehabilitanden erproben, in der medizinischen Behandlung und im Sport ihre Gesundheit festigen. Ausgänge sind nun allein möglich.
Regelmäßig stattfindende Zwischengespräche dienen der Zielüberprüfung. Hier können entsprechende Veränderungen der Weiterbehandlung geplant werden. Darüber hinaus gilt es in dieser Behandlungsphase, dass Erarbeitete in den Alltag zu übernehmen und dort anzuwenden. In der Gruppenarbeit können Sie Ihre sozialen Kompetenzen, in der Arbeitstherapie basale Fertigkeiten zur Wiedererlangung der Grundlage einer autonomen Lebensführung üben. Durch Heimfahrten wird das Erlernte unter realistischen Alltagsbedingungen weiter erprobt und die eigene Abstinenzfähigkeit gestärkt.

ABLÖSUNGSPHASE (CA. 6 WOCHEN):

VORBEREITUNG DER ENTLASSUNG

Arbeits- und Wohnungssuche

Sozialarbeiterische Unterstützung

Vorbereitung von ambulanter Therapie/Nachsorge oder Adaption

Anbindung an Selbsthilfegruppen

Weiterhin Teilnahme gruppen- und einzeltherapeutischen Angeboten

Intensivierung der Rückfallprophylaxe mit Analyse wiederkehrender Hochrisikosituationen und Erarbeitung eines persönlichen „Notfallkoffers“

ABLÖSUNGSPHASE:

Die Ablösephase beginnt ca. 6 Wochen vor Ende der Therapie.

Die Rehabilitanden üben ihre Abstinenz in therapeutisch begleiteten Expositionen. Im Regelfall wurde bereits in den Zwischengesprächen je nach Zielerreichung eine Veränderung der Therapiezeit oder die Optionen der Nachsorge/ Adaptionsphase besprochen. Die Rehabilitanden planen ihre konkrete Nachbehandlung, stellen sich in den geplanten Nachsorgeeinrichtungen vor und organisieren die Wiederaufnahme der Arbeit bspw. durch unser Bewerbungstraining oder durch den Kontakt zum früheren Arbeitgeber oder einem Berufsberater des Arbeitsamtes oder Jobcenters. Die Durchführung einer Hospitation ( externes Praktikum für 5 Tage) ist mit der Rentenversicherung vereinbart und somit möglich.

Ferner ist die Teilnahme an einer internen oder externen Selbsthilfegruppe vorgesehen.